einsunternull

Sterneküche für Zuhause
02. September 2020
by Hermine Haarmann

Inhaltsverzeichnis

1. einsunternull

2. Menü at Home


Eine Hommage an die Stadt Berlin? 

Das einsunternull schreibt: “Unsere Gerichte im Gourmet Restaurant einsunternull sind wie die Stadt selbst: ehrlich, bunt, kreativ, multikulturell inspiriert und mit bodenständigem Charme, der je nach Stadtteil ein ganz eigenes Genusserlebnis verkörpert.” Irgendwie also naheliegend, dass wir, als Berliner Foodies, das aktuelle Takeaway-Menu mal unter die Lupe nehmen.

Zu unseren Test-Essen muss man, wie zu jeder Rezension, sagen: Jeder erlebt Essen anders. Geschmack ist subjektiv - und häufig auch mit dem bereits Erlebten eng verbunden. Der Klassiker ist der Vino, der bei Mario im Abruzzen so irre gut geschmeckt hat, dass man dafür da gewesen sein muss, um das nachvollziehen zu können. 




Die Vorspeise weckt bei uns jedenfalls, mit ihrem Mangold und den Radieschen, Erinnerungen an Omas Gemüse- und Kräutergarten, in dem man an lauen Sommertagen zwischen Mangold und Radieschen saß, Erbsen pulte und den Gänsen beim sich-beschweren zuhörte. Oder an Zutaten eines Hipster-Smoothies. Die Zutaten insgesamt sind nicht nur farblich witzig - rot und grün, wie der Mangold selbst - sondern auch ein cleveres Wechselspiel aus süß, sauer, mild und intensiv. Der Mangold und Lachs, die auf der Zunge eher entspannt unterwegs sind, werden von Zwiebeln und Radieschen ein bisschen auf Trab gebracht. 


Dass sich viele dieser Aspekte auch im gut balancierten Wein wiederfinden, ist irgendwo konsequent. Wir trinken einen 2018 Silvaner aus Franken (Retzstadter Langenberg, trocken) vom Weingut Rudolf May


Der Hauptgang, die Ravioli sind mit saisonalem Spargel und den Erbsen mutig kombiniert. Die Gewürze der Ravioli schaffen es perfekt, den charakteristischen Lamm-Geschmack einzufangen, er nervt nicht, sondern wird Teil einer wirklich tollen Würze. Der Grund, warum das Ganze mit dem Spargel super gut funktioniert ist nicht nur die Knoblauchvelouté, die man am liebsten als Suppe löffeln möchte - sondern der Wein. Er liegt genau dazwischen, baut die Brücke. Well done.





Das Dessert sieht schick aus - und schmeckt auch so. Irgendwie ist für jeden was dabei. Die Macarons für die, die Frucht wollen, die Canelés und die Pralinen für die Schoko-fans und der Shot für die, die nicht zu schwach sind. Alles ist auf höchstem Niveau unterwegs. Besonders fallen aber die Canelés und die Pralinen auf. Die Canelés sind smokey und sticky, haben eine tolle Textur und sind geschmacklich trotzdem leicht. Das Highlight an den Pralinen ist das Äußere. Beim Kauen ist die - vermutlich karamellisierte Kruste so irre, dass der Rest, so toll er ist, irgendwie in den Hintergrund rückt. Die Schokolade ist so dezent, wie sie das eben sein kann und passt gut mit der Haselnuss. Zum Glück gibts drei davon.


Das Schönste an dem ganzen Spass: es ist idiotensicher. Die Anleitung kann wirklich jeder befolgen - außer einem Herd und bestenfalls einem Ofen (Toaster tuts auch!) braucht man nichts. Es ist in Windeseile zubereitet - die perfekte Möglichkeit für jeden und jede die eine ganz besondere date night vor haben - oder einfach nur die Schnauze voll von Corona haben und was Schönes erleben wollen. 


Also Los los bestellen; Tisch reservieren; Essen, Trinken; Genießen and REPEAT!


Written by
Hermine Haarmann

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