Berliner Rohrperle - Leitungswasser in Berlin überzeugt

Berliner Leitungswasser entspricht nicht nur höchster Qualität, der Weg durch die Rohre in den Hahn spart auch eine Menge CO2
02. September 2020
by Frederike Fink

Inhaltsverzeichnis


Was macht das Berliner Leitungswasser aus? 

Leitungswasser statt Mineralwasser?

Warum ist Leitungswasser gut für die Umwelt?

Überall in und um Berlin fließt Wasser- Copyright © 2020 -  Fionn Große on Unsplash


Was macht das Berliner Leitungswasser aus? 


Das Trinkwasser aus der Leitung hat in Berlin beste Qualität. Diese ist natürlichen Ursprungs: Das Berliner Trinkwasser ist ein reines Naturprodukt, welches komplett aus dem regionalen Grundwasser gewonnen wird. Ideale geologische Bedingungen und ausgedehnte Wasserschutzgebiete sorgen dabei für die hohe Qualität. 


Als Trinkwasser und für den Gebrauch im Haushalt benötigt das Wasser, welches in Berlin allgemein auch als Rohrperle  bezeichnet wird, keinerlei Nachbehandlung. Die aufwändige Abwasserbehandlung der Berliner Wasserbetriebe, die großen Wasserschutzgebiete in der Stadt sowie die Bodenschichten, die das Wasser auf natürliche Weise reinigen, sorgen für gutes Grundwasser. In den Wasserwerken der Stadt werden lediglich der Eisen- und Mangangehalt des Wassers reduziert. Chemische Zusätze kommen nicht zum Einsatz. 


In den Laboren der Berliner Wasserbetriebe wird das aufbereitete Wasser regelmäßig untersucht. Die Analysenwerte können in der jeweiligen Postleitzahlregion abgefragt werden. Auch geben die Wasserwerke die mineralische Zusammensetzung des Berliner Trinkwassers an.


Leitungswasser statt Mineralwasser?


Trinkwasser gilt in Deutschland als das am besten überwachte Lebensmittel. Die Stiftung Warentest hat vor einigen Jahren erneut Trinkwasserproben genommen und im Labor einer strengen Prüfung unterzogen. Trotz der intensiven Belastung durch die Landwirtschaft, durch welche Gülle und Pestizide ins Grundwasser gelangen und der Medikamentenrückstände der Human- und Veterinärmedizin, ist Leitungswasser von hoher Qualität. 


Stiftung Warentest rät sogar nach den Testergebnissen eher zum Leitungswasser als zum Mineralwasser aus der Flasche. Insbesondere stilles Mineralwasser ist häufig mit Keimen belastet und enthält oft sogar weniger Mineralstoffe als das Nass aus dem Wasserhahn.

Auch der Kostenpunkt ist nicht zu vernachlässigen. Ein Liter Berliner Wasser kostet 0,5 Cent. Abwassergebühr und Steuern sind dabei schon inklusive. Damit bezahlt man für die Berliner Rohrperle deutlich weniger als für Flaschenwasser. Dieses kostet im Laden mindestens 20 Cent pro Liter, im Restaurant steigt dieser Preisabstand zum Leitungswasser schnell auf den Faktor 1.000 und mehr.




Wasser aus einer wiederverwendbaren Flasche ist besonders Umweltschonend - Copyright © 2020 - Soulbottles.de




Warum ist Leitungswasser gut für die Umwelt? 


Wasser aus dem Wasserhahn ist nicht  nur gesund sondern auch umweltfreundlich. Es kommt frisch gekühlt aus der Leitung und spart dabei Transportwege. Die Herstellung, Reinigung und das Recycling von Getränkeverpackungen entfällt ebenfalls. Das schont die natürlichen Ressourcen, spart Energie und vermindert den CO2-Ausstoß.

Eine Studie der Zertifizierungsgesellschaft GUTcert fand dieses Jahr heraus, dass für einen Liter ungekühltes Mineralwasser 211 Gramm CO2 ausgestoßen werden. Für einen Liter ungekühltes Berliner Trinkwasser aus der Leitung werden hingegen nur 0,3 Gramm CO2 bei der Förderung und Aufbereitung ausgestoßen.


 



Mineralwasser hat im Vergleich zu Leitungswasser einen enormen  CO2-Austoß - Copyright © 2020 - Berliner Wasserbetriebe und GUTcert



Würden jede Berlinerin und jeder Berliner Leitungswasser statt Flaschenwasser trinken, könnten laut der Studie 100.000 Tonnen CO2 vermieden werden. Am besten verwendet man dabei eine eigene Trinkflasche zum auffüllen. Gute Anbieter mit nachhaltiger Produktion sind dabei zum Beispiel das Berliner Unternehmen Soulbottles oder Marken wie Klean Kanteen und 24Bottles. Wer unterwegs durstig ist kann entweder die Trinkbrunnen der berliner Wasserbetriebe nutzen oder sich an den Aufklebern der nationalen Initiative Refill orientieren. Läden mit dem von außen erkennbaren Aufkleber von Refill füllen Leitungswasser kostenlos in jedes mitgebrachte Trinkgefäß. Auch auf Sprudelwasser muss niemand verzichten, der Leitungswasser trinkt. Wassersprudler gibt es inzwischen in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen, auch zum anschließen an den Wasserhahn. 

Written by
Frederike Fink
About author: Frederike bereitet klassische Gerichte leidenschaftlich gerne vegan zu. Ihre Favoriten: Kräuterbutter, Bolognese und Karottenkuchen. Sie ist 2014 aus Schleswig-Holstein nach Berlin gekommen, um BWL mit dem Fokus auf Nachhaltigkeitsmanagement zu studieren. Derzeit studiert sie Nachhaltige Unternehmensführung im Master an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Mit Ihrer Arbeit bei Berlin Cuisine möchte sie dazu beitragen, die Veranstaltungsbranche nachhaltiger zu gestalten.

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