When in doubt, zoom out

Die Eventbranche in der virtuellen Phase
02. September 2020
by Hermine Haarmann

Eingeläutet hat der Corona-Virus das digitale Zeitalter zwar nicht. Die Notwendigkeit aber, trotz des Stillstandes, den das öffentliche Leben in den letzten Wochen und Monaten erlebt, Kommunikations- und Präsentationswege offen zu halten, befördert die Digitalisierung auf allen Ebenen auf die Überholspur. Teils über Jahre verschleppte Prozesse finden nun in Monaten statt und das in einer Geschwindigkeit, die das kleine lokale Unternehmen wie einen Silicon-Valley-Giganten und den Jürgen aus der Finanzbuchhaltung innovativ wie einen Steve Jobs wirken lässt.


Neben den täglichen Zoom-Meetings mit den Kollegen, oder der Online-Bestellung, die mittlerweile fast jeder Imbiss anbietet, überlegen auch Unternehmen und Organisationen, wie sich Messen und Events auf sichere Distanz, aber trotzdem gemeinsam erfahren lassen. Mittel der Wahl ist die Video-Schalte. Das digitale gemeinsame Erleben hebt Hürden, wie eben die Distanz, auf und ermöglicht so eine neue, in mancher Hinsicht vielleicht sogar befreitere Art des gemeinsamen Erlebens. Ganz ohne 5 Stunden Bahnfahrt und Infektionsgefahr. 


Wie wird ein solches Event dann umgesetzt? Ganz unterschiedlich. 


Die Automobilbranche nutzt eine solche Online Plattform, um das neu entwickelte Modell vorzustellen, versorgt seine Kunden vorab mit einem Snack Paket und präsentiert virtuell die fantastischen Features, während die Teilnehmer Zuhause gespannt ihr Popcorn oder Oliven snacken. 


Virtuelle Konferenzen spielen mit ähnlichen Modellen.

Sie versorgen ihre Teilnehmer ebenfalls mit Food Boxen, diese können sowohl Coffeebreak, Lunch und Dinner abbilden.


Um eine solche Konferenz zu unterstützen, fuhren Felix und ich erst neulich nach Frankfurt. Ein dort ansässiges Tech Unternehmen ging live und kommunizierte so auf internationaler Ebene. Kunden und Dienstleister konnten sich per Video dazu schalten und so wurde in den verschiedensten Zeitzonen miteinander diskutiert und getagt. 


Um den kulinarischen Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren, wurde Felix von den zwei Moderatoren tatkräftig unterstützt und konnte so die Konferenz Teilnehmer Schritt für Schritt instruieren. Die Idee dahinter war, dass so jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, seinen eigenen Lunch at Home nachzumachen. 


Die Teilnehmer bekamen vorab eine Einkaufsliste geschickt und waren so informiert, was sie sich besorgen sollten, um später den perfekten Wasser Melonen Salat nachzumachen. 


Auch Weingüter haben die virtuelle Ebene für sich entdeckt. So werden Weinproben per Zoom Meeting oder Youtube Kanal mit Zugangscode durchgeführt. Das Probierpaket lässt sich vorab bestellen, kommt pünktlich geliefert und einzig das Einkühlen übernimmt man, bevor in gemeinsamer Runde über den jeweiligen Wein philosophiert wird. 


Die Zeit der virtuellen Events erlebt momentan ihre absolute Hochphase, wir sind auch sehr gespannt, was davon auch noch nach Corona bleibt. Klar ist- wir sind darauf vorbereitet. 

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Hermine Haarmann

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